Grußwort des Bundesgesundheitsministers

Neue wissenschaftliche Entwicklungen und medizinisch-technische Fortschritte führen zu besseren Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten, aber auch zu höheren Ansprüchen an eine optimale Versorgung am Notfalleinsatzort und im Krankenhaus.
Insbesondere das Doppelphänomen – steigende Lebenserwartung und niedrige Geburtenraten – führt nicht nur zu einem veränderten Altersaufbau unserer Gesellschaft, sondern auch zu veränderten Krankheitsbildern. So müssen künftig immer mehr Menschen mit Mehrfacherkrankungen angemessen versorgt werden. Auch die Betreuung von Patientinnen und Patienten zum Beispiel mit einem Polytrauma nach einem Verkehrsunfall, mit großflächigen Verbrennungen oder einem Multiorganversagen stellt hohe fachliche Anforderungen an das Personal.
Um die stetig steigenden Qualitätsanforderungen in der Notfall- und Intensivmedizin erfüllen zu können, braucht es regelmäßige fachspezifische Fortbildungen, auf denen neue Erkenntnisse vermittelt und Diskussionen ermöglicht werden.
Gerne habe ich daher die Schirmherrschaft über den 11. Kongress der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin übernommen. Mit seinen Vorträgen gibt er zahlreiche Impulse für die Arbeit am und mit dem Patienten, eröffnet neue Sichtweisen auf die eine oder andere medizinische Fragestellung und unterstreicht zugleich auch die Bedeutung der Teamarbeit.
Ganz im Interesse einer optimalen, effizienten und ganzheitlichen Betreuung der Patientinnen und Patienten. Denn ohne eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Berufsgruppen und Institutionen ist es kaum möglich, den gestiegenen Anforderungen an eine optimale notfall- und intensivmedizinische Versorgung gerecht zu werden.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet also nicht nur ein breites Spektrum an Fachvorträgen, sondern auch ein für alle Seiten sehr wertvoller internationaler Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer.
Ich wünsche Ihnen vier anregende und aufschlussreiche Kongresstage in Leipzig.
Daniel Bahr
Bundesgesundheitsminister

